"Blue Honey"

Pflanze des Jahres 2020 - in Baden Württemberg

"Blue Honey"

Blue Honey ist die Beet- und Balkonpflanze des Jahres 2020 des Gartenbauverbandes Baden-Württemberg-Hessen e.V. – ein Ziersalbei mit einer äußerst kräftigen Blütenfarbe. Schon als Solopflanzung ist Blue Honey ein Blickfang. Besonders in Szene setzen lässt sie sich aber in Kombination mit anderen nicht zu stark wachsenden Balkonpflanzen wie zum Beispiel Verbenen in Rot, kontrastreich in Verbindung mit Sanvitalien oder mit Euphorbien Diamond Frost sowie mit Gräsern. Gemischte Balkonkästen und Kübel werden so zum Hingucker.

Jeder kennt den Küchen-Salbei (Salvia officinalis)

als Gewürzpflanze und als Grundlage für Tees mit Heilwirkung. Lässt man ihn im Garten zur Blüte kommen, dann wird er von zahlreichen Bienen besucht. Soweit kommt es aber meist nicht, denn der Küchensalbei wird ja zu Recht beerntet und damit immer wieder zurück geschnitten. Natürlich könnte man sich nun einen „Zweitsalbei“ für die Bienen zulegen. Bis dieser sein zart violetten Blüten zeigt, ist es jedoch Hochsommer. AttraktiveBlüten für Bienen und Menschenschon ab Ende April –und dann den ganzen Sommer über – verspricht der Ziersalbei, den die bayerischen Gärtner zu ihrer „Pflanze des Jahres“ gewählt haben. Als Gewürz oder Tee eignet er sich nicht. Es würde aber auch niemand übers Herz bringen, ihn zu diesem Zweck zu schneiden. Denn seine blau-violetten Blüten begeisterngleich im Frühjahr den Betrachter, so dass man sich nicht mehr von ihnen trennen möchte. Und da er so lebhaft leuchtet, erobert er die Sympathien jedes Garten - oder Balkonbesitzers im Nu. Den „Frechen Michel“haben ihn die bayerischen Gärtner aus diesem Grundgetauft. Denn ein liebenswerter Schlingel ist er auf jeden Fall, dieser neue Salbei.

Er hat immer die Nase vorn, da er als erster unter den Ziersalbeisorten blüht.

Dazu bleibt er kompakter als seine bisher erhältlichen größeren „Schwestersorten“. Und er überrascht immer wieder mit neuen „Streichen“, weil er je nach Lichteinfall und Jahreszeit mal mehr tiefblau, mal mehr dunkelviolett leuchtet. Nicht zuletzt ist er tierlieb -vor allem Bienen und anderen Insekten bietet er eine willkommene Anlaufstelle und das zu einer Zeit, zu der manch andere Sommerblumeerst allmählich mit ihrer Blüte beginnt.

Ob alleine in einem hübschen Gefäß oder im Balkonkasten zusammen mit anderen Sommerblühernoder Gräsern -raschzieht der „Freche Michel“ Aufmerksamkeit auf sich. Er verträgt sich gut mit Pflanzenpartnern, die nicht zu kräftig wachsen, denn er nimmt zwar im Laufe de Sommers an Größe zu, erdrückt aber seine Nachbarn nicht. Nur besonders starkwachsende „Sitznachbarn“ sollte man dem kleinen Rackernicht zumuten. Sein Blauviolett verträgt sich dafürmit (fast) jeder anderen Farbe. Ton in Ton mit anderen blauen und violetten Blüten, schwedisch anmutendmit gelb kombiniert(dafür eignen sich Husarenknöpfchen oder kompakte Sorten des Zweizahns) oder knallig bunt z.B. mit roten oder rosa Geranien –für jeden Unfug ist der kleine Schelm zu haben. Und er gibt sich gerne romantisch mit weiß blühenden Zauberglöckchen oder schwach wachsendem Zauberschnee – es lohnt sich, sich hier die passende Sorte vom Gärtner empfehlen zu lassen. Soeignet sich der „Freche Michel“für die verschiedensten Orte im Garten oder auf dem Balkon. Nur Sonne muss er bekommen. Und die Gefäße sollten Abzugslöcher haben, denn Staunässeverträgt der Kleinenicht. Wird er wöchentlich gedüngt oder bei der Pflanzung mit Langzeitdüngern versorgt, wächst und blüht er unermüdlich, verbreitet gute Laune und ist bis zum ersten Frost.

Bezugsquellen GVBWH, Pflegetipps und mehr unter https:
www.gvbwh.de/beet-und-balkonpflanze-des-jahres.html
Bildquelle: florensis



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